Wunsch am Horizont | Geschichten
Der Verein „Wunsch am Horizont e.V.“ wurde gegründet, um Menschen vor ihrem Tod einen speziellen, persönlichen Wunsch zu erfüllen oder Ange­hörige und Freunde dabei zu unter­stützen, diesen Wunsch zu real­isieren
Wunsch am Horizont, Verein,
21707
page,page-id-21707,page-template,page-template-blog-large-image-php,ajax_fade,page_not_loaded,,select-theme-ver-1.3,wpb-js-composer js-comp-ver-4.3.4,vc_responsive

Noch einmal an den Meerhofsee

Dieser Wunsch kam leider nicht mehr zur Erfüllung. Das SAPV – Team Aschaffenburg hat  diesen Wunsch für eine junge Frau angefragt. Besonders berührte uns, dass die 35jährigen Frau,ihren kleinen Jungen nicht mehr groß werden sieht. Wir organisierten den Transport und als Highlight einen Fotografe, mit dem sie kleine Videobotschaften aufnehmen sollte . Leider konnten wir diesen Wunsch nicht mehr wahr werden lassen, da die Frau am Abend vor der Wunscherfüllung über den Horizont ging.

IMG_5944

Noch einmal an meine Arbeitsstelle

Dieser, für viele Menschen ungewöhnliche, Wunsch erreichte uns aus dem Hospiz Alzenau. Bei meinem Gespräch mit Frau Hegmann war ich sehr berührt über ihre Erzählungen. Dreißig Jahre hat sie in dem Hotel Heppe in Dammbach gearbeitet. Arbeitskolleginen wurden zu Freundinnen, das Hotel neben ihrer eigenen Familie auch ein Zuhause. Besonders froh war sie, dass unser kleiner Ausflug an einem Mittwoch stattfinden sollte. “An diesem Tag würde immer gemangelt und da möchte sie gerne noch einmal mithelfen”, meinte Frau Hegmann.Wir organisierten, dass Arbeitskolleginnen und der Sohn mit Familie einen schönen gemeinsamen Nachmittag in der Heppe verbrachten. Eine Pflegekraft aus dem Hospiz sorgte dafür, dass Frau Hegmann sich rundum wohl fühlte.

frau-annel

Kino und einmal Sushi essen

Einen Tag vor Silvester konnten wir einer Dame aus dem Hospiz Alzenau einen Wunsch erfüllen. Sie wollte gerne noch einmal ins Kino. Aus dem Weg nach Aschaffenburg erfuhr unsere Fahrerin, dass Claudia so gerne einmal Sushi essen möchte und spontan verabredeten beide, dies nach dem Kinobesuch zu machen.

Im Restaurant angekommen, wurde die erste Hürde in Form mehrerer Stufen genommen, um dann – natürlich mit Stäbchen – eingelegten Ingwer, Wasabi mit Sojasoße und verschiedene Köstlichkeiten zu kosten. Dabei wurde viel gelacht und es wird ein unvergesslicher Abend für Claudia, Gabi und Barbara bleiben.

frau-gumze

Noch einmal in der eigenen Wohnung Weihnachten feiern

Am ersten Weihnachtsfeiertag wünschte sich eine Dame aus dem Hospiz Alzenau noch einmal zu ihrer Wohnung zu fahren, um mit ihrem Sohn und seiner Frau Weihnachten zu feiern.Drei Stockwerke mit einer gewendelten Treppe mußte von unserem Fahrer gemeistert werden und danach verbrachte Frau Gumze vier schöne Stunden in ihrer Wohnung, bevor Sie wieder nach Alzenau gebracht wurde.

bild-2

Noch einmal einige Stunden im Haus verbringen

Dieser Wunsch hatte für unsere Fahrer  sehr berührende Momente.

Eine 92 jährige Frau, die seit einiger Zeit bei ihrer Tochter in Koblenz lebte und von ihr gepflegt wurde, wollte sich vom eigenen Haus verabschieden. Ein Liegendtransport war wichtig und so fuhr unser Wunschmobil nach Koblenz, um von dort Frau Fuss  ca. 100 km in die Heimat zu bringen.

Im Haus warteten schon Familienmitglieder. Zufällig hatte sich der örtliche Pfarrer einen Tag zuvor nach dem Befinden der Dame erkundigt und wollte sich natürlich auch verabschieden.

 

lauer-1

Pluto die Hand schütteln

Frau Lauer liebt Disney Filme und ihre Figuren. Besonders Pluto hat es ihr angetan. Sie trägt ein Armband, an dem Pluto hängt.

Gemeinsam mit Enkeltochter mit Partner, Urenkel und der Pflegekraft Nadine wollte Sie Disneyland Paris erkunden und Pluto die Hand schütteln.

Pluto die Hand zu schütteln ist aber gar nicht so einfach, da uns Disneyland Paris keine Zusicherung für ein Treffen geben konnte – außer ein Meet und Greet, aber das hätte den finanziellen Rahmen mehr als gesprengt.

Also buchten wir Mittagessen in Mickeys Café und vertrauten darauf, dass wir beim Mittagessen Pluto treffen würden. Wie glücklich war Frau Lauer, als Mickey, Goofey und PLUTO an unseren Tisch kamen und ihre Späße machten.

Vielen anderen Figuren konnte Frau Lauer noch die Hand schütteln und sich gemeinsam mit ihnen fotografieren lassen. Glücklich mit einem Knuddelpluto und vielen Eindrücken fuhren wir am nächsten Tag wieder nach Oberursel ins Hospiz St. Barbara

dscn9153

Noch einmal die Tochter sehen

Einige Hindernisse stellten sich bei dieser Wunscherfüllung in den Weg.

Zur Zeit der Wunschanfrage waren die Pässe von Frau Jamalis Tochter und ihrem Mann zur Verlängerung bei der chin. Polizei und es wurde ihnen mitgeteilt, dass es bis zu 26 Tage dauern könne, bis sie wieder ausgehändigt werden. Nur durch die Mithilfe einer chinesischen Bekannten unserer ersten Vorsitzenden, die einen Brief an die Universität ins Chinesische übersetzte, konnten wir erreichen, dass die Pässe innerhalb eines Tages ausgehändigt wurden.

Durch die großartige Unterstützung von Herrn Sirri Haydar konnte eine Bürgin gefunden werden.

Dann erfuhren wir, dass das zuständige Deutsche Konsulat von Heilongjiang keine Visaanträge bearbeitet. Durch dieUnterstützung vom Büro Frau Lindholz MdB in Berlin konnte aus diese Herausforderung gemeistert werden.

Morgens um 5 Uhr klingelte unser Telefon. Als die Familie ihre Visa im Konsulat abholen wollten, wurde ihnen gesagt, dass sie erst die Krankenversicherung vorlegen müssten. Üblicherweise wird diese Versicherung erst nach dem Buchen des Fluges ausgestellt. Zwei Stunden später konnte das Palliativteam Bayrischer Untermain Kontakt mit dem Versicherungsbüro der Krankenversicherung aufnehmen und wieder zwei Stunden später, hatten wir die Policen nach China gemailt.

Am nächsten Tag bekam die Familie dann ihre Visa und sofort buchten wir die Flüge nach Frankfurt/Main.

Nach fünf Jahren konnte Frau Jamali ihre Tochter und deren Familie, die sie noch nie gesehen hatte, in die Arme schließen.

BAP live erleben

Einer 41jährigen Frau sollte dieser Herzenswunsch erfüllt werden.Am 14. September war im Amphitheater in Hanau der Tourauftakt der Gruppe BAP.Mit Familie und Freunden sollte es ein unvergesslicher Abend werden.

Travelling Tunes Productions GmbH sagten uns zu, dass die Familie gemeinsam vor dem eigentlichen Einlass ihre Plätze einnehmen dürften, jedoch ein Meet and Greet leider nicht möglich wäre, aber Wolfgang Niedecken wolle ein Lieblingslied speziell für Christine singen.

Christine ging es an diesem Abend so schlecht, dass die Fahrt nach Hanau nicht möglich war. Das Lied, dass Wolfgang Niedecken gesungen hat, hat sie aber am nächsten Tag als Video sehen können.

 

WE Makowski 2

Noch einmal an einen Ort fahren, der besondere Erinnerungen aufleben lässt

Seit dem Tod seiner Frau lebt der 89 jährige Herr Makowski im BRK Pflegeheim in Alzenau. Er hat mehrere unheilbareKrankheiten. Vor ca. 45 Jahren war Herr Makowski mit seiner Frau im Spessart, um Urlaub zu machen. Oft sind sie durch den Wald gewandert und sind in der Kartause Grünau eingekehrt. Dort möchte er noch einmal hingefahren werden und die Schönheit des Ortes genießen.

Gerne hätten wir ihm, als Überraschung, ein paar Weggefährten seines Lebens eingeladen. Die wenigen, die noch leben, sind aber selbst pflegebedürftig oder wollten den weiten Weg nicht auf sich nehmen.

Mit seinen Betreuern und unserem Fahrer wurde es trotzdem ein erlebnisreicher und sonniger Tag. Als erstes wurde  in der Kartause Grünau frisch gefangener Fisch verspeist. Dann ging es ins Mühlental. Dort wurde er im Rollstuhl durch den Wald gefahren, um den Geräuschen zu lauschen. Zum Abschluss gab es noch Kaffee und Kuchen in einer der vier Mühlen.

Einmal in die Wilhelma

Aus Freiburg kam diese Wunschenfrage. Eine 65 jährige Frau wollte einmal, gemeinsam mit Tochter und Enkelkind in die Wilhelma nach Stuttgart und die Menschenaffen sehen.

Gemeinsam mit einem Herrn des Zoos planten wir den Aufenthalt, um ihn zu einem besonderen Tag für Frau Stingl werden zu lassen.Giraffen füttern oder eine Schlange halten, das war unsere Planung.Gemeinsam überlegten wir, erst nach den Ferien diesen Wunsch wahr werden zu lassen.

Leider verstarb Frau Stingl bevor wir ihr diesen Wunsch erfüllt haben. Die Pflegekräfte versicherten uns aber, dass allein die Aussicht auf die Reise nach Stuttgart, für sie etwas ganz besonderes war.

 

DSC01003

Noch einmal einen Rosentag erleben

Diese Wunschanfrage war für uns sehr emotional, da viele Mitglieder Frau Fleckenstein schon seit ihrer Kindheit kannten.Innerhalb weniger Tage haben wir einen besonderen Tag für Frau Fleckenstein geplant. So erwarteten Sie am ersten Rosenpark sechs Freundinnen, die mir Ihr diesen Tag erbrachten. Danach ging es zum Rosenpark der Fa. Schultheis.Dort konnten wir an einem schattigen Ort ein Rosen-Picknick , mit vielen Leckereien genießen. Zwei Vereinsmitglieder hatten dieses wundervolle Picknick vorbereitet. Es wurde alkoholfreier Secco mit Rosensirup, Rosenlimonade, Nudelsalat mit Rosenpesto, grüne Pfannkuchen mit Rosenfrischkäse und Ziegenkäse mit Rosenhonig verspeist.

Nach  einer Ruhepause erlebte Frau Fleckenstein mit ihren Freundinnen noch eine speziell für Sie erarbeitete Führung durch das bekannte Rosenmuseum. Abgerundet wurde dieser Tag mit Kaffee und Rosentorte und natürlich wurden einige Rosen mit nach Alzenau genommen, um dort an diesen Tag zu erinnern.

20160723_112600

Noch einmal Amrum erleben

Auch in der Hauptsaison schafften wir es, einen besonderen Wunsch zu erfüllen. Frau Hessberger, die im Hospiz Alzenau ihre letzten Wochen verlebte, wollte noch einmal nach Amrum. 18 Jahre lang war Sie nicht mehr im Urlaub gewesen.

Innerhalb einer Woche konnten wir ein rollstuhlgerechtes Zimmer buchen und alles für die Fahrt vorbereiten. Eine Pflegekraft des Hospiz Alzenau wurde für die Reise freigestellt, unser Wunschmobil bekam einen letzten Check und dann ging es auch schon los!

Auf Amrum angekommen, bündelte Frau Hessberger ihre gesamten Kräfte und genoss die drei Tage. Eine Fahrt zu den Robben, mit dem Strandrollstuhl bis ans Meer zu gelangen und noch einmal wie ein Kind im Wasser sitzen und plantschen, das waren sicher die Highlights auf Amrum. Möglichst alles Sehenswerte auf Amrum zu erleben, war Ihr wichtig. Wenn unsere Fahrer schon etwas müde waren, war Frau Hessberger immer noch energievoll. Da lachte selbst die Sonne und machte diesen Ausflug für alle unvergesslich.

Nur sechs Tage später verstarb Frau Hessberger. Dies zeigt uns einmal mehr, wie zeitnah Wünsche erfüllt sein sollten und was ein erfüllter letzter Herzenswunsch bewirkt – die Kraft finden, um friedlich über den Horizont zu gehen.

Fam. Menxhiqi 2

Frau und Kinder sehen

Eine Palliativschwester sprach mich auf einem Fachkongress, auf dem ich unseren Verein vorstellen durfte, an.

Ein Mann aus dem Kosovo lag im Nordwestkrankenhaus in Frankfurt/Main und wollte unbedingt noch ein letztes Mal seine Frau und Kinder sehen. Ein Rücktransport war aus medizinischer Sicht nicht mehr möglich. Es war wirklich fünf vor zwölf. Einen Tag nach unserem Gespräch rief mich ein behandelnder Arzt an und schilderte mir eindringlich die prekäre Situation.

Wieder mit Unterstützung von Herrn Christoph von Ingelheim, der obwohl er andere Dinge zu erledigen hatte, selbst noch zu später Stunde für diesen Wunsch tätig war, baten wir die deutsche Botschaft um schnellste Ausstellung der Visa für Familie Menxhiqi. Mit der starken Unterstützung des Arztes, der persönlich mit der Botschaft telefonierte, konnte die Familie innerhalb von 4 Tagen ihr Visa erhalten.

Herr Menxhiqi, der vom Arzt informiert wurde, dass seine Familie bald nach Frankfurt kommen würde, sagte öfter: “Bitte schauen Sie aus dem Fenster, meine Familie kommt und findet den Eingang nicht.” Er konnte noch einmal in die Augen seiner Kinder und seiner Frau blicken und seiner Frau etwas zuflüstern. Zwei Tage später verstarb er.

Dennis  2

Mit dem weißen Hai tauchen

Ich fragte Dennis, 29 Jahre, unheilbar an einem Karzinom erkrankt, bei unserem ersten Telefonat  “Warum unbedingt mit dem weißen Hai tauchen?” Er erzählte mir, dass schon als Kind Haie seine Lieblingstiere waren und auch der Film “Der weiße Hai”  ihn sehr fasziniert hatte. Seit damals  wünschte er sich, diesen besonderen Nervenkitzel auch einmal zu erleben.Am liebsten in Australien.

Australien konnten wir Dennis nicht erfüllen. Unser beratender Arzt gab aber grünes Licht für Südafrika. Zwölf Tage konnte er mit seinem Freund Benni viele interessante Dinge in Südafrika erleben. Natürlich haben wir es auch möglich gemacht, dass er mit dem weißen Hai getaucht ist. Begeistert haben uns beide nach ihrer Rückkehr von ihren Erlebnissen erzählt.

Die weißen Haie werden angefüttert. Im sicheren Käfig ist es dann möglich, den Hai Auge in Auge zu treffen.

Julieta Speyer 2

Noch einmal die Tochter sehen

Mitte April rief uns eine ehrenamtliche Mitarbeiterin vom Hospiz im Wilhelminenstift in Speyer an und bat uns um Unterstützung. Eine 53 jährige Flüchtlingsfrau aus Aserbaidschan, unheilbar an Krebs erkrankt, möchte sich von  ihrer Tochter, die sie seit über zwei Jahren nicht mehr gesehen habe und deren einjährigen Sohn, verabschieden. Die Tochter habe ein Visum, jedoch für den Sohn würde kein Visum ausgestellt.

Mit der großartigen Unterstützung von Herrn Christoph von Ingelheim, Büro Andrea Lindholz MdB, erwirkten wir innerhalb von zwei Wochen ein Visa für den Jungen und Anzhela und ihr Sohn Vardan konnten nach Deutschland einreisen. 10 Tage verbrachten Mutter, Tochter und Enkelsohn miteinander. Julieta verstarb im Kreise ihrer Familie am 16.Mai.

Reise nach Holland ans Meer

Dies schrieb uns Frau Scheuch nach der Fahrt nach Holland:

auf diesem Wege möchte ich Ihnen und der Organisation „Wunsch am Horizont e.V.“ mein tiefsten Dank aussprechen. Sie haben noch mal möglich gemacht, was mein Mann sich so sehnlichst gewünscht hat, leider aber nicht mehr erlebt hat. Das Meer noch einmal zu sehen, zu spüren und zu riechen. Das war die Profession dieser Reise. Am Morgen des 28.11.2015 verstarb er dann im engsten Familienkreis. Wir waren bei ihm und konnten mit ihm die „letzte Reise“ antreten. Er hat gespürt, dass sich sein Herzenswunsch erfüllt hatte.

Meine Kinder und ich sind unendlich dankbar für diese Erfahrung, auch wenn es Zeit brauchen wird die Bilder zu verarbeiten. Mein Mann Rainer ist jetzt an einem Ort, wo Schmerz keine Bedeutung hat. Wir vermissen Ihn.

 

 

Frau Bauer in den Alpen

Ich habe meinen Herzenswunsch am Horizont gefunden

Dies schrieb uns Frau Bauer vor ihrer Reise:

Liebe Barbara,

ich möchte Ihnen noch einmal persönlich für das Geschenk der Lebensfreude danken, mit dem Sie mich versehen haben, ohne dass ich etwas dafür tun muss. Langsam beginnt die untergehende Sonne im Reich der kürzer werdenden Tage wieder an Leuchtkraft zu gewinnen. Wie und ob alles so möglich ist, steht auf einem anderen Blatt, aber allein die Idee, die Perspektive verleihen die Kraft allen Widrigkeiten zum Trotz, nach vorne zu schauen und einen erweiterten Horizont zu erblicken…..

 

und dies erhielt der Verein einige Wochen nach der Wunscherfüllung:

An Tagen, an denen das Leben unüberwindbar erscheint und der Alltag ob meiner prekären Gesundheitssituation und Konstitution immer schwerer wie gleichermaßen beschwerlicher wird, habe ich das Gefühl – aller Hilfe zum Trotz – zunehmend haltloser im tiefen Dunkel zu verschwinden. Es ist eine dichte, lichtlose Dunkelheit, die schnell zur Finsternis reift, die auch die letzten Funken Hoffnung auf Besserung zu löschen droht. Angestrengt taste ich mich voran und spiele immer wieder mit dem Gedanken aufzugeben und mich fallenzulassen, weil alles nur noch schwarz ist. Schnell verliere ich die Orientierung, weiß nicht mehr weiter. In dem Moment tastet eine Hand nach mir, legt mir selbige beruhigend auf den Arm und beginnt mich zu führen: nach wenigen Metern entdecke ich einen winzigen Lichtpunkt, der einem Stern gleich die Dunkelheit durchbricht. Mit jedem Schritt wächst der Stern, wird zum Horizont der Licht schenkt. Gemeinsam gehen wir dem Licht am Horizont entgegen bis die Finsternis gänzlich hinter uns liegt. Schließlich treten wir hinaus in die wohlig umgebende Wärme des Sonnenaufgangs dessen gleißendes Licht sich über ein wunderbares Bergpanorama ergießt. Die Alpen nehmen mich auf in ihre schneebedeckte Geborgenheit und schenken mir neue Lebenskraft: ein langgehegter verloren geglaubter Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Ich stehe mit all meinen Gebrechen auf einem Hochplateau und meine Lieben um mich herum, ich habe meinen Herzenswunsch am Horizont gefunden und mit ihm die Kraft den nächsten Schritt zu tun.